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CHAMAEDOREA - SERENOA

Chamaedorea radicalis - Chamaedorea microspadix - Chamaedorea costericana- Chamaedorea hooperiana

- Chamaedorea metallica - Chamaedorea seifritzii -

Serenoa repens

Chamaedorea radicalis - Mart

hierbei handelt es sich um die frosttoleranteste Art ihrer Gattung, die bis zu -10°C überstehen können soll. Diese Palme stammt aus mittleren bis hoch gelegenen Regenwäldern im Bergland Zentralmexikos. Auffallend sind die aus dem Boden wachsenden Blütenstände mit ihren orangen Früchten. Da diese meist stammlos und nur bis zu 2m Höhe erreichende Palme eine eher lichte Erscheinung ist, empfiehlt es sich sie in Gruppen zu pflanzen, zumal sie keine Ausläufer bildet.
 C. radicalis bevorzugt alkalische Böden und toleriert auch länger anhaltende Dürre. Sie mag einen hellen, halbschattigen Standort und ist eine recht anspruchslose Palme.
 Bilder und Infos: http://www.pacsoa.org.au/palms/Chamaedorea/radicalis.html

2009

Winterschutz per Vlies und einer Windung eines Lichtschlauchs, der nur für wenige Minuten eingeschaltet wird. Bei einer Außentemperatur von -12,7°C wurde es -8°C kalt.

2010

Erstaunlich gut haben die C. radicalis den Winter überstanden. Mal sehen, ob sie ausgepflanzt auch ordentlich wachsen... Ganz rechts scheint sich eine C. microspadix unter die Radicalis geschlichen zu haben. ;-)

chamaedorea

Im zweiten ausgepflanzten Winter stehen die Chamaedoreas in einer Styroporbox und werden notfalls mit einer kleinen Lichterkette (9,6W) beheizt, die aber nur leuchtet, wenn im Braheaschutz der UT einschaltet. Da die gesamte Box aber eingeschneit war, war bisher keinerlei Beheizung notwendig.

2011

Nun wurden die Chamaedoreas während des Winters überhaupt nicht beheizt, sondern nur mit der Styroporbox abgedeckt. Natürlich war die gesamte Box eingeschneit. Die Chamaedoreas haben den Winter gut überstanden - wenn auch mit einigen Blattschäden. Das Wachstum der ausgepflanzten Chamaedoreas ist allerdings im Vergleich zu frostfrei überwinterten Pflanzen sehr langsam.

25.12.11 - Bisher war für die Chamaedoreas keinerlei Schutz nötig. Aber auch dieses Jahr war das Wachstum äußerst gering.

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Chamaedorea microspadix  - Burret

aus dem östlichen Mexiko stammende horstbildene Fiederpalme, die auf dünnen Stielen etwa knapp 3m Höhe erreicht. Die Blätter sind matt und recht hell grün.
 Sie bevorzugt helle Standorte ohne direkte Sonne und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, möchte aber reichlich Wassergaben, die durchaus auch kalkhaltig sein dürfen.
 Sie ist eine der frosthärtesten Chamaedorea-Arten und wird in der Regel mit einer Frosttoleranz von -8°C angegeben, die ich ihr aber nicht zutraue. Bei mir hat sie jedenfalls -6°C als Tiefsttemperatur nicht überlebt.

microspadix

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Chamaedorea costaricana - Oerst. (Bambuspalme)

Diese aus Mittelamerika stammende Bergpalme ist horstbildend und kann bis zu 6m Höhe erreichen, bleibt aber meist wesentlich kleiner (etwa 3m). Sie bildet Bambus ähnliche Stämme und bildet ein Dickicht aus dunkelgrünen Fiederblättern. Wie andere Chamaedoreaarten mag sie schattige Plätze, verträgt aber auch mal Sonne. Die Temperaturen sollten zwischen 10 und 25°C liegen - große Hitze mag sie nicht. Aufgrund ihre Vorkommens in bis zu 2300m Höhe werden leichte Fröste kurzfristig vertragen.

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Chamaedorea hooperiana Hodel (Maya-Palme)

Diese aus mexikanischen Regenwäldern stammende Chamaedoreaart wurde erst 1992 entdeckt und gehört zu den schönsten Vertretern der Gattung. Sie wird bis zu 4m hoch und hat sehr schön gefiederte Blätter. Die Fruchtstände sind sehr hübsch rötlich.

Sie mag feuchte aber durchlässige Böden und soll auch leichte Fröste überstehen. Ich habe diese Palme im Februar 2010 gekauft und gleich dem Härtetest unterzogen, in dem ich sie gleich im Winterschutz meiner W. robusta untergebracht habe. Dort wird sie ab -1,5°C beheizt. Ich bin gespannt, ob sie die Umstellung aus dem Gewächshaus ins Kalte verträgt...

Ich habe sie nun im Frühjahr 2010 am Teich nach der Topf in Topf - Methode im Boden versenkt. So kann ich sie zum Winter leicht wieder dort herausnehmen und geschützt unterstellen. Dennoch hat sie gleich nach wenigen Tagen noch etwas Frost mitbekommen, was prompt zu Blattschäden führte.

hooperiana

2011

Auch dieses Jahr habe ich sie wieder mit Topf am Teich im Boden versenkt. Leider hat sie einen starken Sonnenbrand bekommen, der die Blätter sehr unansehnlich gemacht hat. Das Wachstum ist recht gut und die Pflanze bildet mehrere Seitentriebe.

Chamaedorea metallica OFCook ex HEMoore, Principes 10: 45 (1966)

Diese klein bleibende Palme stammt aus mexikanischen Regenwäldern und bildet nur ein etwa fingerdickes Stämmchen. Auffallend ist der metallische Glanz der V-förmig eingeschnittenen, ansonsten aber ungeteilten Fiederblätter. Sie kann sowohl im Schatten, wie auch in praller Sonne stehen und bevorzugt feuchtwarmes Klima.

Wie alle Chamaedoreas blüht auch die Metallica sehr früh -diese hier bereits in ihrem ersten Sommer bei mir. Chamaedoreas sind diözisch, da man sie meist als Tuff bekommt ist die Chance recht groß männliche und weibliche Pflanzen im Topf zu haben.

samen

Chamaedorea seifrizii Burret, Notizbl. Bot. Bot. Gart. Gart. Berlin-Dahlem 14: 268 (1938). Berlin-Dahlem 14: 268 (1938)

Diese Chamaedorea wird wegen ihrer etwa 1cm dicken an Bambus erinnernden "Stämme" auch oft als Bambuspalme bezeichnet. Sie wächst in Horsten in Regenwäldern und bevorzugt in der Jugend schattige Plätze, später kann sie auch sonnig stehen. Sie ist recht pflegeleicht, bevorzugt durchlässige Böden, möchte aber stets feucht gehalten werden und ist recht kältetolerant und kann leichte Fröste überstehen.

c-seifritzii

Serenoa repens (W.Bartram) Small - Sägepalmetto

Diese aus dem Südosten der USA stammende Ausläufer bildende Palme, die zwar bis zu 6m Höhe erreichen kann, meist aber viel kleiner Bleibt, ist eng mit Brahea verwandt.
Sie bevorzugt sandige Böden und besonders im Winter sollte sie eher trocken stehen. Sie braucht viel Wärme im Sommer, da sie sonst nur sehr langsam wächst. Bzgl. Wasser und Dünger ist sie anspruchslos.
Es gibt zahlreiche verschiedene Farbvarianten, selbst innerhalb eines Horstes können die Farben der einzelnen Palmen stark variieren. von gelblich Grün, über sattes Grün, bis hin zu einem bläulichen Farbton (Serenoa repens "silver").
Meist bildet die Palme einen unterirdisch wachsenden Stamm. Die Blattstiele der tief eingeschnittenen Blätter sind oft stark durch Zähne bewehrt.
Zur Frosthärte gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Während die meisten von einer Frosttoleranz bis ca- 7 bis -8°C ausgehen, gibt es auch amerikanische Berichte von älteren Exemplaren, die bis zu -18°C überlebt haben sollen.

Bilder und Infos: http://www.pacsoa.org.au/palms/Serenoa/repens.html

serenoa

2009

Als Winterschutz wird eine Kiste aus Doppelstegplatten verwendet, die bei Kälte mit einer Styroporplatte abgedeckt wird. Zur Beheizung dient eine Minilichterkette. Der Schutz erweist sich als sehr effektiv. Bei -12,7°C Außentemperatur liegt die Tiefsttemperatur im Schutz bei -2°C.

Meine Serenoa hat den Winter wie es scheint bestens überstanden. Sie wurde ab -6°C mit einer Minilichterkette (9,6W) beheizt. Es sind bisher keinerlei Schäden zu finden. Damit hat sich die Serenoa besher gemacht als ich es erwartet hätte. Das macht Hoffnung für die Zukunft, zumal die recht klein bleibende Palme relativ leicht zu schützen ist.

Es zeigt sich, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Nachdem die Serenoa den Winter zunächst scheinbar völlig unbeeindruckt überstanden zu haben schien, zeigen sich nun , nachdem die Temperaturen die 20°C - Marke geknackt haben doch erste Ausfallerscheinungen. Viele Blätter werden grau und einen Speer eines kleineren Seitentriebs konnte ich bereits ziehen. Die übrigen Speere fühlen sich zwar hart und fest an, aber wer weiß was noch folgt...

Da es sich hier nicht um direkte Blattschäden handelte, gehe ich davon aus, dass die PAlme die dauerhaft tiefen Temperaturen nicht vertragen hat. Mit ein Grund könnte gewesen sein, dass die Palme nicht gemulcht wurde. Bei einer Beheizung erst ab -6°C könnte der Frost zu lange auf die Pflanze eingewirkt haben, so dass eventuell Schäden am Meristem aufgetreten sein könnten. Da bleibt nur abwarten...

Fazit: Bis auf zwei intakte Speere ist nichts von der Palme übrig geblieben. Immerhin, sie lebt. Aber wie lange wird sie wohl brauchen um wieder ein paar Wedel, geschweige denn neue Seitentriebe zu bekommen?

serenoa schaden

Den Winter verbringt die Serenoa nach der Umpflanzung nun innerhalb des Butiaschutzes, der dieses Jahr bereits ab -4°C beheizt wird. Bisher macht sie einen guten Eindruck.

2011

Dieses Jahr habe ich eine neue Serenoa repens gepflanzt. Die Palme steht neben der Phoenix, so dass sie mit im Winterschutz der Phoenix untergebracht wird. Ich hoffe, dass sie dort besser zurecht kommt.

Serenoa

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