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Musa basjoo - Ensete ventricosum maurelii - Musella lasiocarpa - Musa dwarf red

MUSA BASJOO

Musa basjoo ist eine Rhizom bildende Staude und wächst in der Regel wie Unkraut und breitet sich auch entsprechend aus. Insbesondere sollte man mit der Zugabe von Auxin sehr vorsichtig sein, da sie sonst zur explosionsartigen Kindelbildung neigt. Eine ausführlichere Beschreibung findet ihr hier: http://velutina.brinkster.net/Basjoo/freilandarten.htm

Solange man seiner Basjoo im Frühjahr/Sommer ausreichend Nährstoffe und Wasser zur Verfügung stellt, braucht man sich über Wachstum keine Gedanken zu machen. Entgegen der oft zu lesenden Empfehlung sie wöchentlich mit einer Handvoll Blaukorn zu verwöhnen, gehe ich, nachdem ich es bisher auch so gehandhabt habe, inzwischen von dieser Düngung ab, da ich den Eindruck habe, dass "zuviel" Dünger nicht optimal ist. So zeigten sich bei meiner Basjoo plötzlich verbrannte Blätter und im Vergleich zu weniger gedüngten Basjoos neigen die Blätter stark gedüngter Stauden - so zumindest mein Eindruck - dazu weicher und somit anfälliger für Windschäden zu werden. Ich werde deshalb nun künftig mal versuchen auf natürliche Düngung in Form von Hornspäne und Rinderdungpellets umzusteigen, auch dem Bodenleben zu Liebe....

Bezüglich Winterschutz habe ich bisher einige Methoden probiert, kann aber vorab sagen, dass die erfolgreichste Methode die Karlsruher Kompostmethode ist, die in vielen Abwandlungen weit verbreitet ist. Hierbei werden die Scheinstämme der Staude nach den ersten Frösten, wenn die Blätter erfroren sind, auf beliebiger Höhe abgeschnitten und ein Gestell um die Staude errichtet (z.B. Holzkästen, Maschendraht etc.) und mit Laub gefüllt. Ich kippe eigentlich alles da rein was ich im Garten finde, wie Blätter, abgescnittene Stauden, auch die Bananenblätter u.s.w.) . Das ganze wird dann möglichst hoch und auch einige Zentimeter um die Stämme seitlich herum aufgefüllt und mit einer Plane geschlossen. Dadurch werden die Stämme und vor allem das Rhizom erstens durch das Material an sich vor Frost geschützt, aber wesentlicher ist, dass bei der Verrottung des aufgefüllten Materials Wärme entsteht, die dann durch die Plane eingefangen wird und somit wie eine Heizung funktioniert.

MUSA BASJOO

MUSA BASJOO-butia

2006/2007

MUSA BASJOO kindel

2008

Dieses Jahr habe ich eine Staude recht brutal abgestochen und ausgegraben und fast ohne Wurzeln trocken im etwa 10-15°C warmen, dunklen Keller stehen. Bisher sehen sie gut aus. Sie haben das Wachstum eingestellt und selbst an den Schnittstellen ist keine Spur von Schimmel zu sehen. Mal sehen, ob sie bis zum Frühjahr durchhalten....

Eine weitere Staude habe ich knapp über dem Boden abgeschnitten, dick mit Rindenmulch überschüttet und einen großen, umgedrehten Kübel drüber gestellt. Diese Staude ist im folgenden Sommer prima gewachsen und hatte keinerlei Schäden.

Diese Staude habe ich ausgegraben und im Gartenhaus, welches per Frostwächter beheizt wurde (O°C) überwintert. In diesem Fall hatte ich den Wurzelballen in Töpfe gesetzt und mit Mulch aufgefüllt. Diese Staude ist nach dem Eingraben im Frühjahr natürlich auch normal weiter gewachsen. Allerdings hatte ich im Gartenhaus Probleme mit Schimmelbildung.

ueberwinterung

Diese Staude hier hat keinen Schutz bekommen und ist nach kurzzeitigen -9°C erfroren und die Stämme sind in sich zusammen gesackt. Im Frühjahr trieb sie dennoch aus dem Rhizom wieder aus und bildete viele Kindel. Allerdings erreichte sie natürlich nicht die Höhe einer geschützt überwinterten Musa.

frostneuaustrieb

Eine andere Staude habe ich zunächst mit Styropor seitlich umbaut, dann eine 40W Glühbirne zwischen den Scheinstämmen positioniert, die ab ca. -3°C eingeschaltet wurde(Zeitschaltuhr je 15 Min. an, 15 Min. aus im Wechsel) und dann ebenfalls oben mit einer Plane abgedeckt. Die meisten Stämme haben auch diesen Schutz überstanden, jedoch gab es Ausfälle an einigen der äußeren Stämme die erfroren waren und nicht mehr austrieben.

scheinstämme

...und hier die Kompostmethode.

sturm hagelschaden

2009

Nur wenige Basjoos haben den Winter ohne Schaden überstanden. Die meisten Stämme sind erfroren und matschig geworden, so dass ich sie Boden eben abschneiden musste. Dennoch ist für reichlich Nachwuchs gesorgt, da die oberirdisch verfaulten Stämme aus den Rhizomen wieder austreiben.

Auch die Überwinterung einiger Stämme im Keller war nicht sehr erfolgreich. Zwar haben die meisten überlebt, jedoch waren die Bedingungen im Keller nicht optimal. Die Temperatur war mit 12-15°C zu warm, das Licht zu dunkel, so dass die meisten Stämme nach dem Winter sehr ausgetrocknet waren. Ausgepflanzt sind sie nun offensichtlich zunächst mit Wurzelwachstum beschäftigt, so dass sie im Gegensatz zu den intakten, im Freien überwinterten Basjoos nur sehr langsam wachsen.

kindel

Absolut mieses Timing beweist meine Basjoo, die jetzt (27.09.2009) gerade ne Blüte schiebt. Zur Fruchtbildung reicht die Zeit vor dem Winter nicht mehr, der Stamm ist damit aber trotzdem hinüber. Dumm gelaufen...

bluete

Die Staude am Terrassenbeet wurde lediglich gemulcht und per Gewebefolie geschützt. Dazu sollte ein Lichtschlauch als Beheizung dienen, der über ein UT-100 einer anderen beheizten Palme mit geschaltet wurde. Leider war der Palmenschutz so gut isoliert, dass der UT-100 zu selten den LS einschaltete, so dass es zu kalt für die Musa wurde.

Diese Staude wurde nicht geschützt. Die Stämme werden wohl nach dem Auftauen in sich zusammenfallen. Mal sehen, ob sie auch nächstes Jahr wieder zahlreiche Kindel produziert...

Bereits im Dezember wurde es dieses Jahr mit -12,7°C (-15,3°C unter freiem Himmel) recht kalt. Da ich dieses Jahr zu faul war genügend Laub zu sammeln, habe ich diesmal einen neuen Schutz ausprobiert. Ich habe zwei Doppelstegplatten an das Gartenhaus gestellt und nach vorne per Maschendraht abgeschlossen. Dort hinein habe ich einen Lichtschlauch auf den Boden gelegt und anschließend sämtliche Gartenabfälle wie Bananenblätter, Cannablätter, abgeschnittene Stauden etc. hineingefüllt. Nun habe ich das Ganze mit einer Gewebeplane verschlossen und als Dach zusätzlich eine weitere Doppelstegplatte aufgelegt. Der Lichtschlauch wurde ans UT-100 der Phoenixumbauung angeschlossen, so dass der Lichtschlauch immer eingeschaltet wurde, wenn im Phoenixschutz die Temperatur unter -3°C fiel.

2010

Das Ergebnis dieses Schutzes war nicht zufriedenstellend. Ich musste die Stämme sehr weit zurückschneiden, weil obenrum alles matschig war. Da ich aber keine Lust habe jährlich Wahnsinnsmengen an Blättern zu sammeln (im eigenen Garten habe ich zuwenig), werde ich demnächst die Bananen von vornherein kürzer abschneiden und sie dann mit Styrodur umbauen und per Lichtschlauch beheizen. Das scheint mir effektiver und bei einer guten Isolierung mit Styrodur ist der Stromverbrauch minimal.

Wie geplant habe ich dieses Jahr die Musas mit Styrodur umbaut und nun werden sie per 90W Lichterschlauch ab -4°C beheizt. Ich denke, dass der Stromverbrauch im rundum (auch oben) per Styrodur verschlossenen Schutzes minimal sein wird. Um dies zu überprüfen habe ich mal ein Stromverbrauchmessgerät angeschlossen. Bin gespannt welche Kosten auf mich zukommen? Ich denke aber, dass der Stromverbrauch so gering sein wird, dass sich das mühsame Laubsammeln nicht lohnt.

Die Musas an der Terasse werden dieses Jahr nicht geschützt, da sie vorne an der Terrasse gar nicht so hoch wachsen sollen. Also lasse ich sie herunterfrieren, so dass sie aus dem Boden neu austreiben müssen. Angeschlagen sind sie bereits von den letzten Frösten. Wenn sie in sich zusammengefallen sind schmeiße ich einen Sack Rindenmulch als Abdeckung über die Stümpfe.

Nach der ersten Kältewelle sind die Terassenmusas in sich zusammengefallen. Ich habe nicht einmal mehr Rindenmulch drüber gekippt, sondern einfach den zusammengefallenen Haufen so gelassen wie er war. Ich denke die Schicht aus Blättern und eine ordentliche Schneedecke reicht um die Rhizome zu erhalten. Genaueres werde ich im Frühjahr sehen.

Bei den Basjoos im Styrodurschutz ist während des bisherigen Winters nur ein einziges Mal der Lichterschlauch für ein paar Minuten angegangen. Die Stämme sehen ganz gut aus.

Habe die Basjoos am 20.3. vom Winterschutz befreit, da sie umgepflanzt werden mussten. Basjoos umpflanzen ist eine ordentliche "Plockerei". Die Rhizome sind riesig und haben einiges Gewicht. Um die Basjoos ausgraben und zum neuen Standort tragen zu können, musste ich das Rhizom mehrfach teilen. Nun steht die Staude direkt am Gartenzaun, Dort hat sie zwar mehr Sonne, allerdings erwärmt sich der Boden dort nicht so schnell, da er fast den ganzen Tag durch die Hecke abgeschattet wird.

2012

4.3.12 - Diesen Winter wurden die Basjoos per 3cm Styrodur geschützt. Am Boden lag zur Sicherheit ein Lichterschlauch für Notfälle, der aber nicht benötigt wurde. Innerhalb des Styrodurbaus hatte ich sämtliches Grünzeugs aus dem Garten (Cannas, Bananenblätter, Laub) reingeschüttet, welches zu einer ordentlichen Pampe wurde, die ich heute entsorgt habe. Die Basjoos sehen gut aus, teilweise waren an den jüngeren und kleinen Stämmchen sogar noch grüne Blätter an den Pflanzen.

1.5.12 Trotz nicht gerade warmer Frühjahrstemperaturen, die neuen Blattspitzen sind durch Frost auch nochmal zurückgefroren, treiben die Basjoos doch schon ganz ordentlich.

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Ensete ventricosum maurelii

Ensete ventricosum maurelii

Ensete ventricosum maurelii

2008

Nachdem meine "Maurelii" im letzten Winter geradezu von Spinnmilben, Blattläusen und Trauermücken aufgefressen wurde, zusätzliche auch noch wegen zu viel Wassergaben bei zu warmer Überwinterung faulte, gibt sie nun plötzlich mächtig Gas...

Im Mai stellte ich sie raus an die frische Luft und sägte den Scheinstamm einfach ab, in der Hoffnung, dass sie eventuell in Todespanik noch kindeln würde (hab ihr zusätzlich als Anreiz noch ein bisschen Stöffken verabreicht). Mit einem neuen Austrieb hatte ich nicht mehr gerechnet. Erstaunt bemerkte ich Ende Mai, dass sie doch wieder recht zögerlich austrieb und war sehr erfreut.

rot

Dann zeigte sich zusätzlich sogar tatsächlich noch ein Kindl, welches sich zwischen den alten verfaulten Blättern nach oben schob und die Maurelii und die Maurelii legte nun mächtig zu...

Weil sie sich so gut erholt hat und von meinen Maureliis die schönste Rotfärbung hat, hab ich sie dann doch wieder in die Freiheit entlassen und ihr sogar ein Stück Rasen geopfert.

rot

Da ich einen neuen Platz für meine W. robusta brauchte, habe ich die Ensete dann noch einmal umgesetzt. Den Sommer über wuchs sie prima und ich traute meinen Augen kaum....Am Ende des Sommers hatte ich dann eine Ensete + 45 kleine Enseten. :-)

2009

Dieses Jahr überwintere ich meine Maurelliis in meiner Firma. Dort stehen sie kühl bei Temperaturen zwischen etwa 2-10°C an einem relativ hellen Platz. Dort fühlen sie sich wie es scheint pudelwohl und zum ersten Mal habe ich bisher kein Problem mit Ungeziefer wie Blattläusen oder Spinnmilben. Hoffentlich bleibts dabei...

maurelii

Die meisten Maurelliis werden auch dieses Jahr wieder in der Firma kühl und hell überwintert. Ein Exemplar habe ich mal in einen ab -1,5°C beheizten Winterschutz gestellt. Mal sehen was passiert...

2012

12.3.12 - Gestern habe ich zufällig eine sehr interessante Entdeckung an meiner Ensete ventricosum maurellii gemacht.

Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass Maurelliis überhaupt nicht auf Auxin reagieren. Also Auxin im Gießwasser bewirkt kein bisschen besseres Wurzelwachstum. Dies fand ich sehr ungewöhnlich und so spritzte ich versuchsweise mal etwas Auxin direkt ins Rhizom in der Erwartung, dass sich dort Wurzeln bilden würden. Gestern habe ich meine Maurelliis aus dem Winterquartier geholt und in frische Erde getopft um sie schon mal rausstellen zu können so dass sie sich an Sonne und Wind gewöhnen. Tja, und dabei sah ich dann, dass sich an der Spritzstelle nicht etwa Wurzeln bilden, sondern eben Kindl - und das sogar über den Winter an einer gesunden Maurellii! Ich war sehr überrascht und werde mal weiter Versuche an Maurelliis in verschiedenen Größen machen. Wäre doch super, wenn man sich auf diese Weise von Zeit zu Zeit ein paar Ableger machen könnte...

1.5.12 - Inzwischen ist die Maurellii ausgepflanzt und wie man sieht bildet sie weitere Kindl. Da bin ich mal gespannt, wie sich das über den Sommer weiter entwickelt.

Maurellii kindl

 

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MUSELLA LASIOCARPA

Hierbei handelt es sich um keine echte Banane. Lediglich die Blätter ähneln denen echter Bananen sehr, allerdings bilden Musellas keine Früchte wie Musas. Dafür entschädigt die sehr schöne Blüte, die allerdings auch den Tod der Mutterpflanze bedeutet.

Auch wenn Musella lasiocarpa nicht ohne weiteres im Garten überwintern kann, so ist sie erstaunlich winterhart. Ein kleiner Ableger, den ich im Herbst im Garten vergessen hatte, hat den Winter 2006/2007 unter einer Mulchschicht überlebt und ist im folgenden Jahr gut gewachsen.

MUSELLA LASIOCARPA

Ein anderes Exemplar dagegen ist unter ähnlichen Bedingungen im Winter 2006/2007 erfroren, trieb aber im folgenden Jahr wieder aus.

Diese Lasiocarpa hatte ich im Frühjahr 2006 zunächst an der Hauswand ausgepflanzt. Leider wurden die Blätter durch den Wind und die dadurch auftretende Reibung am Klinker der Hauswand stark beschädigt, so dass ich sie wieder ausgrub und eintopfte.

lasiocarpa

Durch eine Auxingabe bildete sie massenhaft Kindel, die ich ihr im Sommer entfernte, was nicht ganz einfach ist, ohne die Mutterpflanze zu verletzen. Ich schnitt deshalb eher Kindel mit keinen, oder nur sehr wenigen Wurzeln ab, weil ich keinesfalls die Mutterpflanze beschädigen wollte.

Hierbei stellte sich heraus, dass der Großteil der Kindel, selbst völlig ohne Wurzeln überlebte und neue Wurzeln bildete, wenn man die frisch abgeschnittenen Kindel in einen Eimer mit Wasser und Auxin legte (etwa 5-10ml auf 10l Wasser). Schon nach wenigen Tagen zeigten sich erste Wurzelansätze und ich topfte die kleinen Lasiocarpas dann gleich ein. Die meisten überlebten diese Prozedur, nur ein verschwindend kleiner Teil verfaulte.

teilung

2007 zeigte die Lasiocarpa dann ein super Wachstum und bereits Anfang 2008 bildete sich die erste Blüte.

lasiocrpa bkuete

Im Spätsommer 2008 bildete sie dann aus den Kindeln im Topf noch zwei weitere Blüten, die sich aber nicht mehr sehr weit entwickelten. Mal sehen wie es nächstes Jahr weiter geht...

lasiocarpa

Überwinterung hell und kühl bei 2-10°C. Die meisten Blätter habe ich abgeschnitten.

Musella lasiocarpa

 

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Dwarf red

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