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SABAL

Sabal minor - S. minor var. louisiana - S. mauritiiformis- Sabal x texensis - Sabal palmetto-

Sabal domingensis - Sabal uresana -

 

Sabal minor (Jacq.) Pers. (Zwergpalmetto)

Diese im gesamten Südosten der USA vorkommende Palme bildet in der Regel nur einen unterirdischen Stamm und wächst eher buschartig. Dabei besteht die Blattkrone meist nur aus einigen wenigen bläulich-grünen  Blättern. Auffällig sind die völlig glatten Blattstiele.

Es gibt sehr viele verschiedene Sabalarten und innerhalb der Arten meist mehrere Variationen, so dass es sehr schwierig ist Sabal minor, die für unser Klima am besten geeignet scheint, eindeutig zu identifizieren. So werden oftmals Sabal minors in Pflanzencentern angeboten, bei denen sich erst später (meist, wenn sie bei an sich harmlosen Temperaturen erfroren ist) herausstellt, dass es in Wirklichkeit keine „Minor“ war.

Unterscheidungsmerkmale sind das costapalmate Blatt, bei dem nur das mittlere Blattsegment bis zur Basis eingeschnitten ist, sowie der die Blatthöhe überragende Blütenstand. Im Gegensatz zu einigen anderen Arten dürfen keine Fäden zwischen den Blattsegmenten vorhanden sein.

In ihrer Heimat wächst sie auf feuchten, humosen Böden meist als Unterbewuchs unter Bäumen in einem im Sommer feucht-heißen, im Winter kühlen und trockenerem Klima auf. Derartige Bedingungen kann man der Pflanze in unserem Klima kaum bieten und daraus ergibt sich der Nachteil dieser Palme, dass sie bei uns nur sehr langsam wächst, wodurch ihr Regenerationsvermögen natürlich auch sehr eingeschränkt ist.

Nach Schäden erholt sich die Pflanze wenn überhaupt erst nach Jahren. Echte Sabal minors sollen am Blatt kurzfristig bis zu -20°C überstehen können, allerdings reagiert sie empfindlich auf Dauerfrost, was darauf schließen läßt, dass die Wurzeln, sowie das unter der Erde liegende Herz der Palme recht frostempfindlich sind. Kurze Fröste muss sie auch in ihrer Heimat ab und zu überstehen – gefrorene Böden kennt sie von dort aber nicht.

sabal

Diese Sabal hatte ich als Sabal minor gekauft. Sicher war ich mir von Anfang an nicht, ob es sich tatsächlich um eine Minor handelte. Der Beschreibung auf dieser sehr interessanten Website http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=128944 nach zu urteilen, denke ich eher, dass es sich um eine Sabal etonia handeln könnte, da sie Fäden zwischen den Blattsegmenten hatte, was bei einer Minor eigentlich nicht vorkommen dürfte. Jedenfalls sind die Blätter bis zum Boden auf Höhe der schützenden Schneeschicht zurückgefroren. Ob die Palme überlebt wird sich wohl erst noch zeigen. Da Sabals hier in unserem Klima sehr sehr langsam wachsen, dürfte eine Regeneration sehr schwierig und langwierig werden.

sabal sabal

wieder in Freiheit entlassen...

 

Sabal minor var. louisiana

Diese Variation hat etwas bläulichere Blätter als die Sabal minor. Dieses Exemplar habe ich 2009 am Standort der der schwer geschädigten S. minor bzw. etonia gepflanzt.

2010

Während des Winters wurde diese Sabal lediglich in kalten Nächten mit Vlies abgedeckt. Später sind alle Blattteile die aus dem Mulch herausschauten vertrocknet. Mal sehen wie lange sie zur Regeneration benötigt. Immerhin, im Juni schiebt sie bereits ein neues Blättchen...

sabal louisiana

 

Sabal mauritiiformis  (H.Karst.) Griseb. & H.Wendl.

diese aus Mexico und Südamerika stammende Sabal zeichnet sich durch ihre schmalen, sehr tief eingeschnittenen, hängenden Blattsegmente aus. Sie ist bei sonnigem Standort und warmen Temperaturen schnellwüchsig. Frost verträgt sie allerdings kaum - nur ältere Exemplare können kurzfristig sehr leichte Nachtfröste vertragen.

mauritiiformis

 

Sabal x texensis

Hybride zwischen S. minor und S. mexicana, die im südlichen Texas vorkommt. Sie soll angeblich die frosthärteste stammbildende Sabal sein.

 

Sabal palmetto (Walter) Lodd. ex Schult. & Schult.

Eine bis 20m Höhe erreichende Fächerpalme mit kostapalmaten Blättern, die im Süden der USA bis auf den Bahamas und auch auf Cuba weit verbreitet ist. Sie kommt sowohl in Sanddünen wie auch in Sumpfgebieten vor und benötigt viel Sonne und warme Temperaturen um ordentliches Wachstum an den Tag zu legen. Laut amerikanischen Foren soll sie bis zu -12°C Frost vertragen.

 

Sabal domingensis Becc.

Diese Sabal-Art stammt von der Insel Hispaniola (Haiti/Dom.Rep.) und aus dem Osten Cubas. Sie wächst dort bevorzugt in Höhenlagen in praller Sonne. Sie benötigt durchlässiges, sandiges Substrat. Ihre Erscheinung ähnelt der S. palmetto, allerdings wirkt sie kräftiger und bildet einen dickeren Stamm. Erstaunlicherweise  soll sie sogar mäßigen Frost bis zu -13°C überstehen können, was mich persönlich allerdings wundert, da sie Frost aus ihrer Heimat ja überhaupt nicht kennt.

domigensis

 

Sabal uresana trel., Rep. (Geschäftsbericht) Missouri Bot. Gard. Gard. 12: 80 (1900). 12: 80 (1900)

Diese wunderschöne aus der Sonorawüste in Mexiko stammende Fächerpalme beeindruckt durch ihre silberblauen kostapalmaten Blätter. Sie benötigt einen sonnigen Standort und soll bei ausreichender Wärme sehr schnellwüchsig sein.

Dazu handelt es sich um eine anpassungsfähige und robuste Palme, die selbst strenge Fröste bis etwa -12°C überstehen können soll.

uresana

 

 

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